TuS Aktuell:

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TuS Bothfeld 04 e.V.

Der große Sportverein in Hannover

1.Herren kann es doch noch: Klarer Sieg in Stuhr

Tischtennis

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich: Als die Helden des Sports des vergangenen Jahrtausends schon drei Schritte über den Abgrund hinaus geschritten sind und ein Ende sich fast unumkehrbar abzeichnet, senden sie noch einmal ein Lebenszeichen und hauen einen raus. In der Mutter aller Kellerduelle kamen die alten Menschen zu einem nicht erwarteten, zudem auf dem Papier klaren, 9:2-Erfolg.

Die Stuhren, die rechnerisch sich, mit genug bewußtseinserweiterten Getränken im Blutkreislauf jedenfalls, noch Hoffnung auf den Relegationsplatz machen konnten, hatten alles aufgeboten, was sich noch bewegen kann. Auch Stuhr musste die Saison, ähnlich den Scheintoten, anhaltend mit diversen Ausfällen kämpfen. So traf man sich im Wald zum ultimativen Kampf Blind gegen Einäugig. Dabei zeigte sich, dass es von Vorteil sein kann, wenn eh alles zu spät ist. Wenn man noch was zu verlieren hat steht man eben unter dem Druck, der in den entscheidenden Phasen den Arm schwer werden lässt. Hatte die Seniorentruppe die ganze Saison über gefühlt gar kein 5-Satz-Match gewonnen, wollte der Gott des Kantenballs heute wohl alles wieder gut machen und erlaubte den alten Menschen alle 6 5-Satz-Spiele als gewonnen einzutragen. So stand am Ende ein klares 9:2. Wie kam es aber zu dieser Leistungsexplosion? Trainingslager, Atemübungen, oder bewahrheitete sich nicht einfach die Lebensweisheit, dass man nur lange genug durchhalten muss und dann kreuzt irgendwann einer deinen Weg, der noch schlechter drauf ist.

Wir ohne Micha, der sich weiter in der Welt herumtreibt, dafür wieder mit Christian. Außerdem fehlte der Otti, für den jemand mitspielte, der dem Otti zwar verdächtig ähnlich sah, aber sein konnte er es nicht, da er mit einer Noppe spielte.

Anpfiff: Das Wiesel und die Noppe gegen ihre Lieblingsgeger Florian/Volker trotz des Handicaps mit einer starken Leistung unterstützt durch die Übermotivation des Gegners, die versuchten die Bälle mit höchstmöglicher Gewalt zu spielen, was nicht immer das Mittel der Wahl sein sollte. Ein schöner halbgarer Lupfer kann erfolgversprechender sein....war es auch = 3:1. Das Topdoppel gegen Klaus/Dariusz in einem zähen Ringen auf unterschiedlichen Niveau über 5 Sätze, bei dem wechselseitig mal die einen dann die anderen im Vorteil waren. Das heute alles anders werden sollte, als in der bisherigen Saison deutete sich hier an: Der Entscheidungssatz wurde doch tatsächlich Dank der größeren Ruhe bei den wichtigen Bällen gewonnen. Die ersten der zahllos mitgereisten Fans fingen Freudengesänge an und entzündeten an den strengen Einlasskontrollen vorbeigeschmuggelte Bengalos. Wenn das man keine Strafe gibt. Endgültige Raserei entstand auf der Südtribüne, als Christian und der alte Mann in 4 Sätzen Joshua/Christoph nieder rangen. Die Aufgabenverteilung war klar: Der alte Mann versuchte sich hauptsächlich an niedlichen Vorhandaufschlägen, die aus dem Damentischtennis der 70er-Jahre entliehen zu sein schienen (also wenn das jetzt wieder nicht für die Auszeichnung der Sauren Gurke reicht, dann weiß ich auch nicht weiter) und Christian lochte mit einer erfreulich hohen Quote regelmäßig mit seiner vernichtenden Vorhand ein. Ganz stark von Christian.

3:0 nach den Doppeln...ich glaub es nicht...

Bei dem Spiel von Franki gegen Klaus wurde dann ein neuer Service für Sehbehinderte getestet. Jeder Ball wurde so umfangreich kommentiert, dass man auch ohne dem Spiel einen Blick zu widmen immer ausreichend informiert war. Nach 2 engen Sätzen war Franki weichgekocht = 0:3. TJ hatte gegen Florian viel Mühe in den ersten 3 Sätzen und lag folgerichtig 1:2 zurück. Auf Dauer war die dynamische Spielweise von Florian auf dem rutschigen Boden aber für sein Knie nicht wirklich gut und der standfeste TJ konnte den Sieg dann ohne größere Gegenwehr noch holen = 2:3. Schon wieder in 5 gewonnen. Also wenn das so weiter geht...

Ging es auch: Der alte Mann gegen den taktisch klug spielenden Dariusz bis Mitte Satz 4 ohne echte Chance. Dann schaffte Dariusz das Kunststück von 3 Fehlaufschlägen in Folge und ab da lief bei ihm nichts mehr zusammen = in 5 für den alten Mann. Und gleich noch mal 5 Sätze: Bei dem Spiel des Wiesels gegen Joshua war das aber auch nicht schlimm, weil es fast ständig schöne lange Ballwechsel gab. Das Alter setzte sich noch mal durch = 3:2. Jetzt ist aber auch genug... Neiiiiin, ist es nicht: Christian setzt Volker 2 Sätze lang immer unter Druck und vollendet dann meist sicher. Darauf eine kleine mentale Pause bis in den 5ten Satz. Aber Christian hatte schon gegen Hemmingen gezeigt, dass er solche Spiele mutig zu Ende spielen kann. Konnte er auch heute: 11:7 zum verdienten 3:2. 2:0 in den Einzeln in Folge, positve Einzelbilanz...solche Streber fallen unangenehm auf. Derjenige, der für den Otti spielte, ließ gegen Christoph ein klein wenig Sicherheit vermissen, es gelangen aber einige vielversprechende Ansätze. Das hatte schon viel Schönes. Für einen Satz reichte es aber nicht.

7:2 zur Pause...kein Scherz...

TJ 2 Sätze ohne Probleme gegen Klaus, der sich dann aber irgendwie rein.... spielte...nee, das trifft es nicht...kämpfte...auch nicht so wirklich, aber schon dichter dran. Sei es, wie es sei; auf einmal war man wieder im Entscheidungssatz. Und da war heute gar nix gegen die Helden des Sports zu machen = 11:6 = 3:2.

Da Florian wegen seiner Knieprobleme nicht mehr weiter spielen konnte, kam Franki zu einem kampflosen 3:0 und die Scheintoten zu ihren ersten Sieg in der Saison.

9:2! Das war natürlich viel zu hoch, aber heute lief alles für die alten Menschen, was sonst die ganze Saison gegen sie gelaufen war. Alle 6 5-Satz-Spiele gewonnen – das hätte auch anders laufen können. Hör doch mal auf überall was schlecht zu reden...ja, sorry, aber ich kenn es nicht mehr anders...

Stuhr wollte, aber dieser Druck siegen zu müssen ließ sie leicht verkrampfen, während unser aller Idole locker aufspielten und noch mal erahnen ließen, was früher so ging.

Nach dem Suchen der Eier folgen noch 2 Heimspiele gegen Marklohe und 96 bis zum Ende. Der Geheimplan ist ein Heimsieg zum Abschluss ... Unternehmen Vorletzter werden.

Typisch: Kaum gewinnen sie mal ein Spiel, schon größenwahnsinnig.

 

Bis denne...Frohe Ostern allen...

Immer fröhlich bleiben... Euer Buttermaker