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Handball kennt KEIN Handicap – ein junges Projekt auf Erfolgskurs

HANNOVER – „Geht nicht, gibt’s nicht“, dachten sich vier engagierte Handballerinnen aus Hannover und gingen ein Projekt an, welches oft zu scheitern drohte. Was aber möglich ist, wenn man nicht locker lässt, hat das Trainer-Team jetzt bewiesen. Obwohl der inklusive Handball erst gut vor einem Jahr verwirklicht wurde, gab es bereits im August eine Auszeichnung, Bei der 15. Verleihung „Sterne des Sports“, ging der 2. Platz an „Handball kennt KEIN Handicap“.

Dabei drohte das Unternehmen bereits vor dem Startschuss zu scheitern. Wie bei allen Vereinen, zumindest in Großstädten, war die höchste Hürde – Hallenzeiten. „Da waren wir mehrfach kurz davor zu verzweifeln“, erinnert sich Ulrike Wilke an die nervenaufreibende „Suche“. Einen kleinen Vorteil hatte die Verzögerung, das Trainer-Team konnte sich parallel voll auf die Vorbereitung konzentrieren. Kontakt zu andere Inklusions-Teams wurde hergestellt, Flyer wurden erstellt, ein Logo wurde entworfen und, und, und.

Der Grundgedanke für das Projekt entstand bereits 2016. Damals war Hannover die Gastgeberstadt für die Special Olympics Deutschland, die nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. Im April 2017 konnte es dann endlich losgehen. „Am Anfang waren wir schon etwas enttäuscht – wir hatten viel Zeit und Liebe in Werbung gesteckt – hunderte Flyer verteilt, eine Homepage an den Start gebracht etc. und dann standen wir mit drei Kindern beim ersten Training,“ berichtet Susanne Wittkowski über die Startschwierigkeiten. Die Enttäuschung war aber schnell verflogen. Rasant wuchs die Teilnehmerzahl und schnell war die Halle voll. Anja Oppermann: „Wer einmal hier war kommt eigentlich immer wieder, wir haben den Eltern immer ein Schnuppern angeboten, was sich aber meistens nach einem Training erübrigt hatte“, und mit etwas Stolz erklärt sie: „jetzt haben wir leider Aufnahmestopp, mehr als 23 Kinder sollte die Gruppe nicht haben – wir mussten bereits eine Warteliste anlegen.“ Auch Claudia Weddige ist von Beginn an mit im Team dabei. Am Anfang war sie für die finanziellen Angelegenheiten und als Fotografin tätig, jetzt ist sie auch noch als Betreuer bei jedem Training mit dem gleichen Engagement, wie die vier Trainerinnen, dabei.

Auch über fehlende Unterstützer kann sich das Projekt nicht beklagen. „Handball kennt KEIN Handicap“ ist in den beiden hannoverschen Vereinen TuS Bothfeld und Hannoverscher SC beheimatet. Auch der TV Hannover-Badenstedt hat sich anfänglich an der Beseitigung von Problemen beteiligt und begleitet das Projekt. Abteilungsleiter Jörg Rast: „Wir ziehen den Hut vor diesem Engagement der vier Trainerinnen, freuen uns über den bereits erzielten Erfolg und das bestätigt unsere Gedanken, dass dieses Projekt Unterstützung verdient hat“. Auf die Frage des Badenstedter Pressedienst: „Was ist euer größter Wunsch?“, antwortet Karen Achtermann wie aus der Pistole geschossen: „Wir würden uns wünschen, dass noch wesentlich mehr Vereine sich an den Inklusions-Sport heranwagen würden. Einige unserer Kinder haben schon ziemlich weite Anfahrten. Eine größere Anzahl an Angeboten wäre da sehr hilfreich.“

Inzwischen beschränkt sich das Engagement nicht nur auf den Handball – erst kürzlich war das Inklusions-Team mit einem gecharterten Bus im Freizeitpark „Serengeti-Park Ressort“. Abschließend kommt die Frage: „Brennt ihr noch so wie am Anfang für das Projekt?“ Karen Achtermann: „Schau mir in die Augen!“ Der Glanz in ihren Augen, macht jede Antwort überflüssig, diese fünf Damen „leben“ ihr Projekt – Handball kennt KEIN Handicap.

Autor des Artikel: Uwe Pichlmeier (TV Hannover-Badenstedt)
Mehr Informationen unter: https://handballkenntkeinhandicap.wordpress.com/