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Bericht Bergkrug - H1 (BB): 59 - 75

Weiße Weste, aber keine Wurst
Es war ein Skandal, ja vielleicht sogar grob unsportliches Verhalten. Wer mit dem TV Bergkrug in einer Liga spielt weiß drei Dinge: 1. Die Spiele ihrer ersten Herrenmannschaft fangen immer früh Sonntagmorgens statt. 2. Es ist dann immer kalt in der Halle. Und 3. Danach gibt es wenigstens eine Bratwurst. 
1. und 2. war wie immer, aber die Bratwurst gab es diesmal nicht. Offensichtlich hatte jemand den Grill vergessen. Liebe Sportsfreunde aus der Kneipe Bergkrug, so geht das nicht! Nächste Saison bitte an den Grill denken.

 


Gespielt wurde trotzdem, und trotz einer späten Anreise und nur einer kurzen Aufwärmphase starteten wir famos. 8:0 lag man schnell in Front, doch das erwies sich als äußerst trügerisch. Nach Spielende gab der ein oder andere Spieler zu, dass er nach dem Start dachte das es heute mal entspannter zugehen könnte. Und genau das merkte man in den folgenden Minuten. In dieser Liga kann man nicht mal eben 10 % runterfahren und alles locker runterspielen. Dafür sind die Mannschaften bis jetzt zu eng beieinander. Doch wir schalteten ausgerechnet in der Abwehr den Gang runter. Es schien so als wenn alle auf dem Platz glaubten, dass so ein Defensivrebound schon selbst den Weg zu uns findet. Tat er aber nicht, und Bergkrug schickte sich an mehr Offensivrebounds zu sammeln als wir Defensivrebounds. Was angesichts unserer Größenvorteile auf allen Positionen schon recht verwunderlich war. Das Spiel kippte und Bergkrug konnte sich am Ende des ersten Viertels mit 6 Punkten absetzen. In der Viertelpause stand die eigene Abwehrleistung im Vordergrund. Wir änderten das System und die Zuteilung und bekamen so nun wieder mehr Zugriff auf das Spiel. Trotzdem brauchten wir auf Grund zu vieler Ballverluste im Angriff bis zur Schlusssirene um das Spiel wieder auszugleichen. Beim Stand von 26:28 waren noch 1,5 Sekunden zu spielen und es gab Einwurf Seite. Auszeit. 1,5 Sekunden reichen locker für einen schnell ausgedachten und aufgemalten Trickspielzug der am Ende auch so funktionierte und den Ausgleich zur Halbzeit bedeutete. 
In der Halbzeit gab es keinen Weckruf, sondern nur klare, kurze Punkte. Und auch die zeigten ihre Wirkung. Wir starteten mit einem Dreier zur erneuten Führung, der allerdings von Bergkrug durch ein drei Punkte Angriff sofort wieder ausgeglichen wurde. Mit dem nächsten Angriff ging Bergkrug noch einmal, aber dann auch zum letzten Mal in Führung. Ab jetzt dominierte die Bothfelder Abwehr. "Ich bin mit den Jungs was die Abwehr betrifft schon ziemlich streng, aber am Ende hatten wir letzte Saison die beste Abwehr, und in dieser Saison bislang auch. Wir investieren da einfach unglaublich viel Arbeit auf dem Feld." so der Coach. Wir konnten uns also absetzen und bekamen nun sogar Unterstützung. Die Mannschaft aus Schwarmstedt, Wahlheimat unseres Spielers Olli Schulz, tauchte in der Halle auf für ihr Spiel im Anschluss. Schwarmstedt ließ es sich nicht nehmen unsere Defense lauthals anzutreiben. Hierfür vielen Dank. Aus dem Auswärtsspiel wurde ein Heimspiel! 
Bergkrug versuchte noch im Angriff zu variieren und nahm bspw. einen Center vom Platz. Aber nun griffen wir in der Abwehr auch entschlossen beim Rebound zu. Bestes Beispiel war dabei Sebastian, der von der Bank kommend alles einsammelte was nur ansatzweise in seiner Richtung rumflog. Und im Angriff lief Robert plötzlich heiß, der am Ende mit 26 Punkten Topscorer der Partie war. 
4 Spiele, 4 Siege. Erst ein Fünftel der Spiele sind rum, aber schon große Brocken vorerst zur Seite geräumt. Doch es bleibt alles unverändert: in dieser Liga ist alles eng zusammen. Mit dem nächsten Spiel kommt dann die große Wundertüte der Liga, der TKH. Eine komplett neu formierte Truppe mit vielen Doppelspielberechtigten. Das wird ein Duell Jung gegen Alt, aber das war es gegen Grasdorf ja auch...